Menu

Die ideale Pflanzzeit

Pflanzen werden am besten in der Zeit von Oktober bis zum Blattaustrieb im Frühjahr gesetzt, ausgenommen bei gefrorenem Boden und wenn das Thermometer unter Null anzeigt.

Containerpflanzen

Containerpflanzen werden in speziell geformten Beuteln oder in Töpfen aus Kunststoff angezogen. Im Gegensatz zu den Freilandpflanzen können sie – ausser bei gefrorenem Boden – das ganze Jahr hindurch gepflanzt werden. Containerpflanzen erleiden keinen Verpflanzungsschock und gedeihen nach dem Pflanzen sofort weiter.

Behandlung der Pflanzen beim Eintreffen

Wichtig ist die richtige Behandlung der Pflanzen beim Eintreffen nach dem Kauf bzw. der Lieferung. Dafür gelten die folgenden Grundregeln:

  1. Pflanzen sofort auspacken und kontrollieren.
  2. Wurzeln gut mit Wasser befeuchten.
  3. Bäume und Sträucher mit nackten Wurzeln möglichst rasch pflanzen. Ist dies nicht möglich, so müssen sie sofort an einem schattigen Ort eingeschlagen (Wurzeln in Erde eingraben) und bewässert werden. (Bild oben)
  4. Ballen- und Containerpflanzen bis zum Setzen an einen windgeschützten Ort bringen und regelmässig giessen. Erdballen mit Säcken oder Tüchern abdecken.
  5. Trockene Sendungen für kurze Zeit, bis sie genügend Wasser aufgenommen haben, ins Wasser legen.
  6. Wenn Frostwetter die Pflanzung verunmöglicht, Pflanzen an einen windgeschützten Ort bringen und mit Tüchern, Säcken, Stroh und dergleichen zudecken. Insbesondere die Wurzeln dabei gut schützen. (Bild unten)
  7. Wichtig: Blossgelegte Wurzeln sind äusserst empfindlich. Sie dürfen nie austrocknen und ertragen weder Kälte, Sonne noch Wind!

Pflanzen richtig setzen

  1. Nicht in den nassen Boden pflanzen. Dieser sollte lediglich feucht und noch krümelig sein.
  2. Pflanzgrube genügend weit ausheben, damit die Wurzeln gut eingebettet werden können.
  3. Rohboden in der Pflanzgrube ungefähr spatentief lockern.
  4. Hoch genug setzen. Lieber etwas höher, als die Pflanze in der Baumschule stand; davon ausgenommen sind lediglich Rosen und Brombeeren.
  5. Erde mit altem Kompost mischen. Keinesfalls frischen Mist oder Dünger zu den Wurzeln bringen.
  6. Hohlräume vermeiden! Erde gut zwischen die Wurzeln bringen, andrücken und einschwemmen, d.h. mit reichlich Wasser giessen.
  7. Höhere Sträucher und Bäume benötigen einen Pfahl oder eine andere gute Verankerung, damit die feinen Faserwurzeln anwachsen können und nicht losgerissen werden.
  8. Evtl. eine Mulchdecke anlegen, d.h. Erdoberfläche um die Pflanze mit geeignetem Material wie gehäckselten Pflanzenteilen, Rindenkompost, Rasenschnitt oder Ähnlichem abdecken.

Pflanzenschutz


Vor allem Rosen, Obstgehölze, Weinreben und einzelne Beerensträucher müssen gezielt vor Krankheiten und Schädlingen geschützt werden. Der Fachhandel bietet heute ein reichhaltiges Sortiment umweltschonender Pflanzenbehandlungsmittel an. Auch mit diesen Mitteln ist sorgsam umzugehen. Vor allem Insektizide sind nur dann einzusetzen, wenn ein wesentlicher Schädlingsbefall vorliegt. Dagegen sind Behandlungen mit Fungiziden öfter und in Abhängigkeit der Witterungsverhältnisse durchzuführen.

In den Fachgeschäften, Baumschulen und Gartencentern sind detaillierte Pflanzenschutz-Empfehlungen erhältlich, die über den richtigen Einsatz von Pflanzenbehandlungsmitteln unter gebührender Berücksichtigung des Umweltschutzes informieren.

Im Handel sind aber auch Pflanzenarten und -sorten erhältlich, die gegenüber Krankheiten und Schädlingen weniger oder überhaupt nicht empfindlich sind. Bei diesen Pflanzen muss nur in Ausnahmefällen zu Schutzmitteln gegriffen werden.

 

Düngung


Sollen Pflanzen gut gedeihen, müssen sie auch richtig ernährt sein. In vielen Gärten herrscht jedoch eher Überfluss als Mangel an Nährstoffen. Denn manche Gartenfreunde sind der irrigen Ansicht, dass Pflanzen um so besser gedeihen, je mehr gute Nahrung man ihnen zukommen lasse. Auch im Garten gilt jedoch der Grundsatz: Maximal ist nicht optimal, und zuviel des Guten schadet nur.

So kann guter Kompost die Verwendung von Handelsdünger zumindest teilweise ersetzen. Es ist aber zu beachten, dass Kompost im Verhältnis zu den anderen Hauptnährstoffen viel Phosphor enthält. Damit die in Gartenböden häufig anzutreffende Phosphoranreicherung vermieden wird, sollte die jährlich ausgebrachte Kompostmenge 2–3 l/ m2 nicht übersteigen. Stickstoff, Kali, Magnesium und Spurenelemente können mit Einzeldüngern oder mit speziell für die Ergänzungsdüngung vorgesehenen Düngern zugeführt werden. In keinem Fall dürfen die auf den Packungen angegebenen Düngemittelgaben überschritten werden. Auch die empfohlenen Düngungszeitpunkte sollten stets eingehalten werden.

Wichtig: Bei der Pflanzung dürfen kein Dünger und kein frischer Mist zu den Wurzeln gegeben werden, da diese sonst Schaden nehmen.