Menu

Herstellung von Gartenwege / Terassen und Einfahrten und deren Unterbau

Schritt 1: Ausgraben und Unterbau Mit einem Spaten oder Bagger 40-50 cm tief graben. Mit Schotter oder einem anderen Füllstoff (der nicht nachgeben kann!) den Frostkoffer erstellen. (Beton-Gretter) Auf ca. 10cm unter dem fertigen Niveau angleichen und gegebenenfalls verdichten.

Schritt 2: Randsteine versetzen Die Randsteine mit Trockenbeton versetzen. Um eine Gerade zu erreichen eine Schnur spannen, die nicht nur bei der Flucht, sondern auch bei der Höhe hilft.

Schritt 3: Trockenbeton oder Splitt abziehen Bei der Trockenbetonvariante mit einer Alulatte abziehen und dann weiter mit Schritt4.

 

Wer seine Platten nicht gleich fest betonieren will, muss ein Vlies auf den Unterbau legen. Danach mit Splitt auf die fertige Höhe +1cm relativ genau angleichen. Es ist hilfreich 2 Dachlatten in die richtige Höhe zu legen und danach auf den Latten den Splitt ausziehen. Mit einem Plattenheber die Waschbetonplatten verlegen. Die Waschbetonplatten, mit einem Gummihammer klopfen.

Schritt 4: Zementschleim (Patschuk) auftragen (nur bei massiv Variante, mit Betonunterbau) Ist ein Zement Wassergemisch (Kleber), dieses sollte großzügig aufgetragen werden.

Schritt 5: Waschbetonplatten versetzen Bei größeren Flächen mit Schnur oder Holzlatte abhelfen. Die Platten mit Patschuk (Kleber) versetzen mit ca.1cm Fuge.

Schritt 6: Ausfugen und waschen Frühestens am nächsten Tag, mit dem ausfugen beginnen. Dazu Sand Zementmörtel 1:3 anrühren, 1Teil Zement 3 Teile Sand. Es ist wichtig die Platten gut nass zu machen, danach den Mörtel, in einer flüssigen Konsistenz auf die Nassen Platten kippen. Gleich beginnen in die Fugen zu wischen. Mit nassem Schwamm die Fläche vom Schleier befreien. Den Vorgang je nach Ergebnis wiederholen.

Weitere Materialien für den Wegbau:

Ein Weg aus Rindenmulch kann leicht hergestellt werden. Hier ist ebenfalls eine Tragschicht aus Kies oder Schotter nötig, um einen festen Untergrund zu erhalten. Die Rindenmulchdecke sorgt für einen weichen und leicht federnden Belag, der allerdings bei nassem Wetter schlecht zu begehen ist. Die zerkleinerte Baumrinde zersetzt sich nach einer Weile zu Humus und muss erneut aufgeschüttet werden. Geeignet sind Rindenmulchwege zum Beispiel für extensiv genutzte Bereiche in Pflanzbeeten.

 

Kies ist ein preiswertes Material für Gartenwege und ebenfalls einfach in Eigenarbeit zu verarbeiten. Auch hier ist eine Schotter- oder Kiestragschicht nötig, um einen festen Untergrund zu erhalten und die Begehbarkeit zu ermöglichen. Eine seitliche Randeinfassung, zum Beispiel aus Kleinsteinpflaster, verhindert das "Wandern" des Materials in die angrenzenden Flächen. Je nach angestrebtem Erscheinungsbild (naturnah) ist aber auch ein fließender Übergang zur angrenzenden Vegetation erwünscht.

Holz ist ein "warmer" Baustoff, der leicht zu verarbeiten, aber nur begrenzt haltbar ist. Die Verwitterungsresistenz kann durch eine entsprechende Imprägnierung und konstruktive Schutzmaßnahmen verlängert werden. In schattigen Gartenbereichen muss auf nassen Holzbelägen mit Rutschgefahr gerechnet werden. Bei sonnen- und windexponierter Situation ist dies nicht zu befürchten. Zumeist werden Holzbeläge für Holzterrassen verwendet. Für die Weggestaltung in Feuchtbiotopen sind Holzstege empfehlenswert.