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Aushubarbeiten sind meist der Beginn der Bauarbeiten

Aushubarbeiten blumen Regina Der Erdaushub für ein Bauwerk ist eine bauliche Maßnahme, die man einem Fachunternehmen überlassen sollte. Nicht nur, weil spezielle Maschinen erforderlich sind, mit denen man solche Arbeiten schnell durchführen kann, sondern vor allem auch deshalb, weil der Untergrund auch oft unangenehme Überraschungen enthalten kann, wie eingeschlossene Felssteine, unerwartete Grundwasservorkommen oder Schlammschichten - also Probleme, die nur eine Fachfirma lösen kann.
Die Baugrube wird in der Regel und am günstigsten mit einem Bagger ausgehoben. Die oberste, nahrhafte Humusschicht wird dabei vorsichtig abgetragen und gesondert gelagert. Die Ausmaße der Baugrube müssen denen des Hauses dabei in Länge und Breite um mindestens 70cm überschreiten. Auch Drainagen sind hier zu beachten.

 

Die verschiedenen Bodenklassen

Es wird nach sieben verschiedenen Bodenklassen unterschieden:

  • Bodenklasse 1: Mutterboden (Humus, Oberboden)
  • Bodenklasse 2: Schöpfboden (wasserhaltiger Boden)
  • Bodenklasse 3: leichter Boden (Nichtbindige Sande)
  • Bodenklasse 4: Stichboden (Böden mit Tonanteil)
  • Bodenklasse 5: schwerer Boden (Bodenarten mit festem Zusammenhalt)
  • Bodenklasse 6: Schrämmboden (leichter Fels)
  • Bodenklasse 7: schwerer Fels (Löseart: sprengen)

 

Anschüttungen, Verfüllungen

Diese werden in der Regel mit nicht bindigen Böden durchgeführt. Gefrorener oder mit Schnee vermengter Boden darf nicht eingebracht werden. Anschüttungen sind in gleichmäßig dicken Lagen einzubringen und sachgemäß zu verdichten.

Bei Rohren ist eine maschinelle Verdichtung erst ab jener Überschüttungshöhe über dem Rohrscheitel zulässig, ab welcher durch das Gerät keine Beschädigung des Rohres erfolgen kann. D.h. Rohre werden einbetoniert, bzw. mit Sand ummantelt, je nach Anforderung, sowie etwas angeschüttet bevor maschinell verdichtet werden kann.

 

Planierungen:

  • a) Grobplanum: Das Grobplanum ist mit einer Toleranz von ± 10 cm auszuführen.
  • b) Feinplanum: Das Feinplanum ist mit einer Toleranz von ± 3 cm auszuführen.

Vorsichtsmaßnahmen

Eine wichtige Maßnahme bei den Erdarbeiten stellt die Sicherung der Braugrube dar. Mit “Sicherung” meint man die Abstützung der Baugruben- und Künettenwände gegen Einsturz. Bei Baugruben sind Sicherungen dann notwendig, wenn aus Platzgründen keine Böschungen möglich sind. Bei Künetten oder Gräben sind Sicherungen ab einer gewissen Tiefe vorgeschrieben.

Besonders bei Künetten wird aus Kosten- oder aus Zeitgründen manchmal auf die Sicherung verzichtet. Dies kann zu tödlichen Unfällen führen! Entsprechend der aktuellen Gesetzgebung (Bauarbeiten-Koordinations-Gesetz) trifft den Bauherren zumindest zum Teil die Schuld!